Route 10: Der Malta - See und die Umgebung

Malta heißt der infolge künstlicher Aufstauung der Zybina (rechter Zufluß der Warthe) entstandene See. Mit dem Bau des Staubeckens begannen bereits die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges, jedoch dessen Auffüllung fand erst 1952 statt. Der See ist 2220 m lang, die maximale Breite beträgt 460 m, die maximale Tiefe 5 m und die Fläche 64 ha. Gegenwärtig befindet sich hier eine der modernsten Regattastrecken Europas (2000 m lang, 175 m breit), die 1990 in Betrieb genommen wurde. Am Südufer ist ein Freibad.


Die Parkbahn Maltanka am Malta-See wurde 1972 in Betrieb genommen. Die 3,8 km lange Strecke verläuft längs des nördlichen Seeufers. Die erste Station heißt "Maltanka", die nächsten "Ptyś" (unweit vom Novotel Poznań Malta), "Balbinka" und "Przystań"; die Endstation "Zwierzyniec" ("Tiergarten") liegt nahe dem Eingang zum Zoo. Seit 1994 ist hier ein Triebwagen im Einsatz, der wegen seiner Form "Ryjek" ("Schnäuzchen") heißt. Er ist der älteste sich in Betrieb befindliche Triebwagen Europas.


Am Südufer des Sees liegt das Sport und Erholungscenter "Malta-Ski". Die größte Attraktion ist die seit 1993 ganzjährig nutzbare Abfahrtstrecke von 150 m. Ein Schlepp - und ein Sessellift sowie eine Übungspiste für Anfänger stehen zur Verfügung. Neben dem Skiabhang wurde eine 560 m lange Sommerrodelbahn eingerichtet, die seit 1998 im Betrieb ist. Das Sport- und Erholungscenter bietet außerdem die Möglichkeiten, Skiausrüstung, Rollerskates und Fahrräder (darunter auch Familienfahrräder für mehrere Personen) auszuleihen, es gibt da auch eine Minigolfanlage. Die kühneren Sportfans, die sich nach aufregenderen Erlebnissen sehnen, können die Kletterwand erklimmen. Unterhalb der Sommerrodelbahn befindet sich ein Kinder-spielplatz.


An der Ostseite des Malta-Sees erstreckt sich auf der Fläche von 116,33 ha im Zybina-Tal der Neue Zoo. Ab 1967 gebaut, wurde er 1974 für die Besucher eröffnet. 60% seiner Fläche ist mit Kiefer- sowie Mischbaumbestand bewaldet. Infolge der Aufstauung des durch den Park fließendes Baches entstand eine Reihe von Teichen, deren Gesamtfläche 16 ha beträgt. Im Zoo leben gegenwärtig in naturnahen Bedingungen etwa 2000 Tiere von ca. 260 Tierarten. 1995 ist ein Nachttierhaus eröffnet worden. Den Zoobesuchern werden drei Besichtigungsstrecken von unterschiedlicher Länge vorgeschlagen. Seit Mai 2002 kann man im Neuen Zoo die sibirischen Tiger bewundern. Man hat für diese ein spezielles Freigehege gebaut, das erlaubt, die Tiger in den Bedingungen zu beobachten, die seinen natürlichen Lebensräumen ähneln. Von Mai bis August kann man das Schmetterlingshaus,besichtigen, wo etwa 100 tropische Schmetterlinge in fabelhaften grellen Farben auf der Kulisse exotischer Pflanzen zu bewundern sind.

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