Kirchen auf Landkarte

Kirche der Allerheiligsten Jungfrau Maria der Unterstützung Der Gläubigen

Beschreibung

An dieser Stelle entstanden in den achtziger Jahren des 13. Jahrhunderts eine Kirche und ein Dominikanerinnenkloster. Zunächst wurde der gegenwärtige Chorraum mit Nonnenchor errichtet, im 14. Jahrhundert kam das Schiff hinzu. Im 15. Jahrhundert wurden der Ostgiebel um- und auf der Nordseite eine Kapelle angebaut. Aus deren Vergrößerung entstand im 16. Jahrhundert das Seitenschiff. Nach der Aufhebung des Klosters durch die Preußen 1822 verfiel die Kirche; erst 1926 erweckten die Salesianer sie zu neuem Leben, indem sie sie nach einem Entwurf von Kazimierz Ruciński wieder aufbauten. Dabei wurden ein Joch des Chors und die neobarocke Fassade nach einem Entwurf von Lucjan Michałowski hinzugebaut.

Der Bau ist gotisch, und der Chorraum ist mit dem einzigen in Posen anzutreffenden Rippengewölbe von ca. 1440 gedeckt. Im Hauptschiff ein Kuppelgewölbe, im Seitenschiff Sterngewölbe. Die Ausstattung der Kirche stammt aus den Jahren 1927-30 (Entwurf L. Michałowski). Im neobarocken Hauptaltar von 1928 im Zentralfeld ein Bild der Muttergottes der Unterstützung der Gläubigen, in der Bekrönung eines der Kirchenpatronin, der Hl. Katharina von Alexandria. Beide Arbeiten stammen von Antoni Ziętkiewicz. In der rechten Ecke des Mittelschiffs ein eklektischer Seitenaltar mit einer Skulptur des Hl. Juan Bosco und dem Wappen der Salesianer, und auf der Altarmensa Porträts der  seligen Oratorianer (die sogenannten "Posener Fünf aus der Wroniecka") -  Czesław Jóźwiak, Edward Kaźmierski, Franciszek Kęsa, Edward Klinik und Jarogniew Wojciechowski - Jugendliche, die während der Besatzungszeit im Untergrund tätig waren, von den  Deutschen ermordet und 1999 in Warschau durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen wurden. Aufmerksamkeit verdient auch die Kanzel mit Skulpturen der Heiligen Joseph, Domenico Savio und Antonius, ein neobarocker Altar mit einer Skulptur des Herzen Jesu im Seitenschiff sowie die Orgel von 1928-29. In der Vorhalle u.a. eine Gedenktafel zur Erinnerung an die seligen Oratorianer.

Von den ehemaligen Klosterbauten des 14.-16. Jahrhunderts sind der Westflügel sowie ein Turm in der Stadtmauer des 13. Jahrhunderts erhalten.

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